Ministerin setzt Bildungschancen ganzer Schülergenerationen aufs Spiel

Ministerin setzt Bildungschancen ganzer Schülergenerationen aufs Spiel
31.05.2024

„Diese Alarmsignale kann und darf die Landesregierung nicht länger ignorieren“, kommentiert Gordon Schnieder die veröffentlichten Zahlen

„Diese Alarmsignale kann und darf die Landesregierung nicht länger ignorieren“, kommentiert der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Gordon Schnieder, heute im Volksfreund veröffentlichte Zahlen, wonach an rheinland-pfälzischen Grundschulen immer mehr Kinder sitzen bleiben.

„Die Zahlen lügen nicht – sie stehen für das Bildungsversagen der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Bildungsministerin Hubig setzt mit ihrer Politik die Bildungschancen und Bildungsbiografien ganzer Schülergenerationen aufs Spiel.“ Grundschulpädagogen beklagen zu Recht, dass der Förderbedarf bei den Erstklässlern stetig zunimmt. „Das Problem lässt sich nicht länger wegreden – auch wenn die Landesregierung genau das versucht. Als CDU-Landtagsfraktion haben wir zuletzt im Januar- und im April-Plenum auf die Problematik aufmerksam gemacht und konkrete Lösungen im Sinne der Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte vorgeschlagen: 

  • Um für alle Kinder in Rheinland-Pfalz, unabhängig ihrer Herkunft, gleichermaßen optimale Voraussetzungen für den Eintritt in die Grundschule zu schaffen, bedarf es einer verbindlichen Gestaltung des Übergangs von der Kindertagesstätte in die Grundschule. Im letzten Jahr vor der Einschulung in die erste Klasse muss deshalb eine intensive Vorbereitung auf die Grundschule fester Bestandteil des Alltags der Vorschulkinder sein. Deshalb erwarten wir verpflichtende Sprachstanderhebungen für alle und eine verbindliche Sprachförderung, wo der Bedarf dafür ist.
  • Außerdem braucht Rheinland-Pfalz Intensivklassen für alle Kinder und Jugendliche mit nichtdeutscher Herkunftssprache, um die Sprachkompetenz und damit den Schulstart in das deutsche Schulsystem zu erleichtern und zu ermöglichen. Dazu gehört auch ein verpflichtender Deutsch-Sprachtest beim Einstieg in das deutsche Schulsystem, der individuelle Defizite identifiziert sowie einen verpflichtenden Deutsch-Sprachtest am Ende der Intensivklassen-Zeit, damit sichergestellt ist, dass ausreichend Deutschkenntnisse für die Teilnahme am Regelunterricht vorhanden sind. 

Die Vorschläge liegen auf dem Tisch. Die Landesregierung muss endlich über ihren Schatten springen und den Weg im Sinne der Schülerinnen und Schüler mit uns gehen. Wir werden die Vorschläge auch zukünftig in Plenar-Debatten einbringen“, kündigt Schnieder an.